Vorwort

Liebe Besucherinnen, liebe Besucher,

ich möchte vorab meine persönliche Erfahrung mit Ihnen teilen und daher eine eigene Stellungnahme zum Thema E-Zigaretten abgeben. Entgegen vieler Meinungen bin ich der festen Überzeugung, dass die Thematik ,,E-Zigarette" nicht in schwarz und weiß aufgeteilt werden muss, vielmehr macht bekanntlich die Dosis das Gift.

Aktuelle Langzeitstudie zum E-Zigaretten-Konsum von Prof. Dr. Riccardo Polosa

Die Studie wurde in dem Wissensschafts-Fachmagazin ,,Nature" im Artikel ,,Health Impact of E-Cigarettes" ausführlich präsentiert. Diese finden Sie unter https://www.nature.com/articles/s41598-017-14043-2 .

In der Politik wie auch in den Medien wurde über das Thema wie schädlich eine E-Zigarette sei, stets so argumentiert, dass aussagekräftige Langzeitstudien fehlen würden. Somit wurde die E-Zigarette mit der Tabakzigarette auf eine Stufe gestellt.

Dies gehört nun der Vergangenheit an, denn nun wurde eine aktuelle Langzeitstudie zum E-Zigaretten Konsum und eine eventuell damit einhergehende gesundheitliche Benachteiligung des Körpers, insbesondere der Lunge und der Atemwege veröffentlicht.

Urheber der Studie ist Prof. Dr. Riccardo Polosa, Direktor des Instituts für Innere Medizin und klinische Immunologie an der Universität von Catania, Italien. Eine detaillierte Auswertung der Studie und ihre Methodik finden Sie im angesehenen Fachmagazin ,,Nature".

Zusammenfassende Ergebnisse der Langzeitstudie

Die Methodik, sowie das Design der Studie sind äußerst innovativ und unter Umständen Türöffner für weitere Untersuchungen.

Der Urheber der Studie, Prof. Dr. Polosa bestätigt, dass es ,,keine signifikanten Veränderungen“ bei der Gesundheit der Testpersonen gegeben hat.

Selbst bei einem intensiven Gebrauch über den Zeitraum von dreieinhalb Jahren konnten weder Schädigungen der Atemwege noch Herz-Kreislaufprobleme nachgewiesen werden.

Methodik & Versuchsaufbau der Studie

Eines der bislang größten Probleme was Studien über E-Zigaretten betraf war nämlich, dass ein sehr niedriger Prozentsatz von Menschen (0,01%) die E-Zigaretten nutzten, vorher noch nie geraucht hatten. Somit sind fast alle E-Zigaretten-Konsumenten Ex-Raucher, die bereits vor dem E-Zigaretten-Konsum Lungenschäden durch die Tabakzigarette davongetragen haben. Um genau dieses Problem zu umgehen, wurden für die Studie von Prof. Dr. Riccardo Polosa Dampfer gesucht, die zuvor noch nie geraucht hatten. Für die Studie wurde eine Gruppe aus neun täglichen Dampfern, die noch nie Tabak geraucht hatten und eine Referenzgruppe von zwölf Personen, die weder rauchen noch dampfen ausgewählt. Aber weshalb war dies für die Studie so enorm entscheidend? Bei der Untersuchung der gesundheitlichen Auswirkungen auf den menschlichen Körper war es bislang schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, Reaktionen die bereits durch chronische Exposition gegenüber Aerosol-Emissionen einer E-Zigarette verursacht wurden von denjenigen zu trennen, die mit dem vorherigen Tabak Konsum zusammenhingen. So eine Studie wurde bislang noch nie zuvor durchgeführt. Sowohl das Studiendesign, als auch die Zusammenstellung der Teilnehmer und der Referenzteilnehmer waren demnach sehr aufwendig, wissenschaftlich genau und gut durchdacht.

Die Dampfer sowie die dazugehörige Referenzgruppe, die weder dampfte noch rauchte, wurden dreieinhalb Jahre lang in dieser Studie begleitet und haben sich dabei regelmäßigen Untersuchungen unterzogen.

Im Fokus der Untersuchung

  • Blutdruck
  • Herzfrequenz
  • Körpergewicht
  • Lungenfunktion
  • Respiratorische Symptome
  • Kohlenmonoxid- sowie Stickstoffmonoxidanteile der ausgeatmeten Luft
  • HRCT - hochauflösende Computertypografie (Screen einer Lungenscheibe)

Kriterien der Testpersonen

  • Konsum von weniger als 100 Tabakzigaretten in ihrem Leben
  • E-Zigaretten-Konsum seit mindestens drei Monaten täglich
  • Referenzgruppe weder Raucher noch Dampfer

Weitere sauber protokollierte Forschungsdaten

  • Morgendliche medizinische Check-Ups (dreimal pro Jahr)
  • Nikotingehalt der verwendeten Liquids
  • Modell der verwendeten E-Zigarette
  • Testpersonen die innerhalb der Studienlaufzeit von dreieinhalb Jahren das Dampfen reduzierten oder stoppten, wurden ausgeschlossen

Ergebnis der Langzeitstudie über den Konsum von E-Zigaretten

Es konnte bei der Durchführung der Studie nichts gefunden werden, was auf eine Veränderung der Gesundheit der Probanden hindeutet. Auch nicht, wenn diese einen hohen Konsum aufwiesen. Trotz alledem merkt man Herrn Prof. Dr. Riccardo Polosa an, dass weitere Untersuchungen notwendig sind, denn es gibt durchaus noch Streitfragen die bislang nicht abschließend beantwortet werden können. Fest steht allerdings, dass der gesundheitliche Zustand der Dampfer nach dreieinhalb Jahren normaler Nutzung nicht negativ beeinflusst wurde. Auch nicht im direkten Vergleich zu der nicht-dampfenden sowie der nicht-rauchenden Referenzgruppe.

Informationen über den Studienurheber

Urheber der Studie sowie Direktor des Instituts für Innere Medizin und klinische Immunologie an der Universität von Catania, Italien ist Prof. Dr. Riccardo Polosa. Vor der Langzeitstudie über den Konsum und die Auswirkungen auf den menschlichen Körper von E-Zigaretten verfasste er bereits 250 weitere wissenschaftliche Arbeiten. Unter anderem ist er auch federführend im Zentrum für Tabakforschung an derselben Universität, sowie Ehrenprofessor für Medizin an der Universität Southampton. Somit darf man also von einer aussagekräftigen und sorgfältig durchgeführten Langzeitstudie ausgehen, der es bestimmt nicht an Objektivität fehlt.

Im Interview spricht Prof. Dr. Polosa u. a. über folgende Punkte:

  • Folgen von herkömmlichen Tabakzigaretten
  • E-Zigaretten in den Medien
  • Mythos der Popcornlunge durch Diacetyl in Liquids
  • Ergebnisse & Einordung seiner Studie

Das Interview finden Sie unter folgendem Link: https://www.youtube.com/watch?v=CdB-HffpuwM. Bitte beachten Sie hierbei die Datenschutzbestimmungen von YouTube, LLC eine Tochtergesellschaft von Google LLC zu finden unter https://policies.google.com/privacy?hl=de.

Fazit

Die Dosis macht bekanntlich das Gift, daher sollte man immer auf seinen Körper hören. Haben Sie Schmerzen oder ein unangenehmes Gefühl? Dann suchen Sie bitte einen Arzt oder Apotheker auf. Keinesfalls sollte man nun den gefährlichen Trugschluss ziehen, dass eine Tabakzigarette nun doch die bessere Alternative ist, weil diese schon länger in der Forschung bekannt ist. Die Inhaltsstoffe von Tabakzigaretten führen nachweislich zu Todesfällen und erzeugen rund 95% mehr schädliche Stoffe im Rahmen des Verbrennungsprozesses, die beim Dampfen gänzlich entfallen.

Sonstige Nachweise und Studien

Die Radioaktivität des Tabaks 
http://www.rauchstoppzentrum.ch/0189fc92f11229701/0189fc930310cdd07/

Diacetyl and 2,3-pentanedione exposures associated with cigarette smoking: implications for risk assessment of food and flavoring workers. 
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24635357

Der britische Suchtforscher Peter Hajek ist überzeugt: E-Zigaretten könnten das Ende des Tabakrauchens bedeuten. Dabei bleiben auch Dampfer nikotinsüchtig - soll man Rauchern wirklich zum Umstieg raten? 
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/rauchen-vs-dampfen-e-zigaretten-verdraengen-tabakzigaretten-a-971686.html

Inhaltsstoffe Vergleich: E Zigarette vs. Tabak Zigarette 
https://ezigarette-magazin.de/inhaltsstoffe-vergleich-e-zigarette-vs-tabak-zigarette/